Ein Tag, der Kunst, Menschen und Inspiration verbindet

Der Januar ist in Leipzig oft grau, die Luft klar und kühl, die Straßen noch ruhig nach den Feiertagen – aber diesmal mit Schnee. Genau in diese besondere Stimmung fällt der Winterrundgang 2026 in den Galerien der Leipziger Spinnerei am 10.01.2026. Für viele ist er längst ein fester Termin im Kalender – für andere vielleicht noch ein Geheimtipp. Doch eines ist sicher: Wer sich für Kunst, neue Perspektiven, kreative Begegnungen und das besondere Flair urbaner Kulturorte interessiert, sollte sich diesen Tag nicht entgehen lassen.

Der Winterrundgang ist für alle, die Lust darauf haben, den warmen Mantel anzuziehen, einen Kaffee auf dem Weg zu holen und sich in das lebendige Labyrinth der Spinnerei zu begeben. Lust darauf, Neues zu entdecken, ins Gespräch zu kommen und sich inspirieren zu lassen. Und vielleicht auch Lust darauf, den eigenen Blick auf Kunst, Stadt und Gemeinschaft ein kleines Stück zu verändern.

Die Spinnereien – Ein Ort mit Geschichte und Charakter

Die Leipziger Spinnerei ist weit mehr als ein Ausstellungsort. Sie ist ein Stück Stadtgeschichte, ein Symbol für Wandel und kreative Wiederbelebung. Wo früher Maschinen ratterten und Baumwolle verarbeitet wurde, entstehen heute Ideen, Bilder, Installationen, Gespräche und Visionen. Die großen Backsteinbauten, die weitläufigen Höfe und die industriellen Details verleihen dem Gelände eine einzigartige Atmosphäre, die moderne Kunst besonders eindrucksvoll zur Geltung bringt.

Gerade im Winter entfaltet dieser Ort einen besonderen Reiz. Der Atem zeichnet kleine Wolken in die kalte Luft, Schritte hallen auf dem Pflaster, aus den Galerien dringt warmes Licht. Der Kontrast zwischen rauer Architektur und lebendiger Kreativität macht jeden Rundgang zu einem sinnlichen Erlebnis. Man spürt: Hier ist Raum für Experimente, für Vielfalt, für echte Begegnung.

Was den Winterrundgang so besonders macht

Der Winterrundgang ist kein klassischer Museumsbesuch. Er ist offen, lebendig und überraschend. Zahlreiche Galerien öffnen gleichzeitig ihre Türen und laden dazu ein, von Raum zu Raum zu schlendern, sich treiben zu lassen und spontan zu entdecken. Mal bleibt man länger vor einem Gemälde stehen, mal wird man von einer Installation förmlich hineingezogen, mal entsteht ein Gespräch mit einer fremden Person, die plötzlich ihre ganz eigene Sicht auf ein Werk teilt.

Diese Offenheit ist ein großer Reiz. Es gibt keinen festen Weg, kein richtig oder falsch. Jede Besucherin und jeder Besucher gestaltet den Tag selbst. Manche kommen gezielt, um bestimmte Künstlerinnen oder Künstler zu sehen. Andere lassen sich einfach treiben und genießen die Vielfalt. Genau darin liegt die Stärke dieses Formats: Kunst wird nicht nur betrachtet, sondern erlebt.

Der Winterrundgang bietet außerdem eine wunderbare Gelegenheit, aktuelle Strömungen und neue Positionen kennenzulernen. Wer neugierig ist und offen für neue Eindrücke, wird hier reich belohnt.

Inspiration für Kopf und Herz

Kunst kann vieles sein: provokant, beruhigend, verwirrend, tröstend, politisch, poetisch. Beim Winterrundgang begegnet man all diesen Facetten – oft innerhalb weniger Schritte. Diese Dichte an Eindrücken kann überwältigend sein, aber auch unglaublich bereichernd.

Manchmal reicht ein einzelnes Werk, um einen Gedanken anzustoßen, der noch Tage oder Wochen nachklingt. Manchmal ist es eine Farbkombination, eine ungewöhnliche Materialwahl oder eine mutige Idee, die plötzlich neue Assoziationen weckt. Vielleicht entdeckt man sogar eine Arbeit, die einen emotional berührt, ohne dass man genau sagen kann, warum.

Gerade zu Beginn eines neuen Jahres ist diese Form der Inspiration besonders wertvoll. Sie lädt dazu ein, eigene Gewohnheiten zu hinterfragen, neue Ziele zu formulieren oder einfach den Blick wieder etwas weiter zu öffnen. Der Winterrundgang kann so zu einem kleinen Neustart für Geist und Kreativität werden.

Ausstellungs-Highlights

Galerie Eigen+Art

Ausstellung: “ALIGNED MIRRORS” mit Arbeiten von Stefan Guggisberg
Die Galerie Eigen+Art zeigt zum Winterrundgang die Ausstellung ALIGNED MIRRORS des Schweizer Künstlers Stefan Guggisberg. Die Serie beschäftigt sich mit der Wahrnehmung von Raum und reflektierenden Strukturen, die den Betrachter in eine Art visuelles Spiel zwischen Realität und Illusion hineinziehen. Die Werke verbinden Malerei und räumliche Wahrnehmung auf innovative Weise und gehören zu den spannendsten Positionen im diesjährigen Rundgang.

Galerie Kleindienst

Ausstellung: “The Crack in the Bowl” von Henriette Grahnert
In der Galerie Kleindienst präsentiert die Künstlerin Henriette Grahnert ihre Ausstellung The Crack in the Bowl. Grahnerts Arbeiten zeichnen sich durch eine präzise, zugleich poetische Bildsprache aus, in der sie Themen wie Zerbrechlichkeit, Erinnerung und das Zusammenspiel von Form und Struktur erforscht. Die Ausstellung läuft vom 10. Januar bis zum 7. März 2026 und zeigt eindrucksvoll, wie Malerei klassische Techniken mit zeitgenössischer Perspektive verbindet.

Galerie REITER

Ausstellung: “And the earth remembered nothing” von Clemens Tremmel
In der Galerie REITER steht die Solo-Präsentation And the earth remembered nothing des zeitgenössischen Künstlers Clemens Tremmel im Fokus. Die Ausstellung thematisiert die Beziehung zwischen Landschaft, Erinnerung und Vergänglichkeit in einer Serie aus Gemälden und Arbeiten, die sowohl naturalistische als auch abstrakte Elemente verknüpfen und so eine tiefgreifende Auseinandersetzung mit unserer Wahrnehmung von Natur und Zeit bieten. Die Schau ist Teil des Winterrundgangs und läuft vom 10. Januar bis zum 7. März 2026.

Galerie Philipp Anders

Highlight: Solo-Show “Touched” von Inna Levinson
Die Galerie Philipp Anders präsentiert zur Wintertour die neue Solo-Ausstellung der ukrainischen Malerin Inna Levinson unter dem Titel Touched. Ihre Arbeiten setzen sich mit unserer digitalen Wahrnehmung auseinander und verbinden figurative Malerei mit zeitgenössischen visuellen Fragmenten – ein spannender Dialog zwischen Tradition und aktueller visueller Kultur.

Warum sehenswert:

  • Internationale Position mit frischem Blick auf digitale Bildwelten
  • Malerei, die klassisches Sujet und moderne Medien verschränkt

Galerie b2_

Highlight: Installation von Doris Frohnapfel
Die Galerie b2_ zeigt eine besondere Installation der Künstlerin Doris Frohnapfel. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch immersive, raumgreifende Strukturen aus – perfekt für ein intensives Winterrundgang-Erlebnis.

Warum sehenswert:

  • Starke räumliche Präsenz, die Betrachter in den Ausstellungsraum hineinzieht
  • Ideal, um Kunst nicht nur zu sehen, sondern zu „erleben“

Galerie Jochen Hempel

Highlight: Arbeiten der finnischen Künstlerin Elsa Salonen
In dieser Galerie präsentiert sich die finnische Künstlerin Elsa Salonen mit ihren Arbeiten. Ihre Werke kombinieren Malerei und Konzeptkunst und bringen oft überraschende Perspektiven auf Farbe, Form und Wahrnehmung ein.

Warum sehenswert:

  • Skandinavische Künstlerposition mit klarer, oft fast poetischer Bildsprache
  • Kontrastreicher Gegenpol zur traditionellen Malerei

Thaler Originalgrafik

Highlight: Skulpturen von Laura Eckert
Bei Thaler Originalgrafik stehen Skulpturen von Laura Eckert im Fokus. Eckerts Arbeiten verbinden Materialität und Form auf spannende Weise – und bieten im industriellen Ambiente der Spinnerei einen spannenden Kontrast zwischen Objektfreiheit und Umgebung.

Warum sehenswert:

  • Taktile Werke, die zum „Begreifen“ einladen
  • Spannender Dialog zwischen Skulptur und Raum

Galerie Tobias Nähring

Highlight: Neueste Papierarbeiten und Skulpturen von Thomas Rentmeister
Die Galerie Tobias Nähring zeigt aktuelle Arbeiten des zeitgenössischen Künstlers Thomas Rentmeister – darunter neue Werke auf Papier und Skulpturen. Rentmeister ist für seine konzeptionell versierten, oft ironischen Positionen bekannt.

Warum sehenswert:

  • Kombination aus klassischer Druckgrafik und experimenteller Objektkunst
  • Inspirierender Einblick in aktuelle künstlerische Prozesse

Und schließlich bietet die HALLE 14 zusätzliche Highlights wie Klanginstallationen, interaktive Projekte und Familienangebote. Erstmals ist auch die Galerie KÄMPER mit einer Ausstellung der Leipziger Malerin Lena Stühmeier dabei – ein weiterer Grund, den Winterrundgang 2026 nicht zu verpassen.

Inspirierende Begegnungen mit Kunstliebhabern

Neben der Kunst sind es vor allem die Menschen, die den Winterrundgang so lebendig machen. Besucherinnen und Besucher aus unterschiedlichen Altersgruppen, mit verschiedenen Hintergründen und Interessen, treffen hier aufeinander. Gespräche entstehen oft ganz spontan – vor einem Bild, an einem improvisierten Stehtisch oder im Hof zwischen zwei Galerien.

Diese Begegnungen sind wertvoll, weil sie neue Perspektiven eröffnen. Vielleicht hört man eine Interpretation, auf die man selbst nie gekommen wäre. Vielleicht lernt man jemanden kennen, der ähnliche Interessen teilt oder einen ganz anderen Zugang zur Kunst hat. Solche Momente machen den Rundgang zu einem sozialen Erlebnis, das weit über das reine Betrachten hinausgeht.

Auch für alle, die sonst eher allein unterwegs sind, bietet der Winterrundgang eine angenehme Offenheit. Niemand wirkt fehl am Platz, niemand muss Vorkenntnisse mitbringen. Neugier genügt.

Ein Ausflug für Freundinnen, Freunde und Familie

Der Winterrundgang eignet sich hervorragend für einen gemeinsamen Ausflug. Ob mit Freundinnen und Freunden, mit der Familie oder als kleine Gruppe – gemeinsam entdeckt man mehr, tauscht Eindrücke aus und erlebt den Tag intensiver. Unterschiedliche Geschmäcker führen oft zu spannenden Diskussionen und überraschenden Entdeckungen.

Auch für Menschen, die sonst wenig Berührung mit zeitgenössischer Kunst haben, kann dieser Tag ein idealer Einstieg sein. Die lockere Atmosphäre nimmt Berührungsängste, und die Vielfalt sorgt dafür, dass fast jede und jeder etwas findet, das anspricht.

Nach dem Rundgang bietet sich außerdem die Gelegenheit, den Tag bei einem warmen Getränk oder einem gemeinsamen Essen ausklingen zu lassen und die Eindrücke noch einmal Revue passieren zu lassen. So wird aus einem Galeriebesuch ein echtes Erlebnis.

Praktische Empfehlungen für einen gelungenen Winterrundgang

Ein wenig Vorbereitung kann helfen, den Winterrundgang entspannt zu genießen. Bequeme, warme und schneefeste Schuhe sind empfehlenswert, da man viel zu Fuß unterwegs ist. Warme Kleidung sorgt dafür, dass auch die Wege zwischen den Gebäuden angenehm bleiben. Wer mag, kann sich vorab eine kleine Route überlegen – oder bewusst darauf verzichten und sich einfach treiben lassen.

Es lohnt sich außerdem, genug Zeit einzuplanen. Der Reiz liegt nicht darin, möglichst viele Galerien „abzuhaken“, sondern sich auf einzelne Eindrücke einzulassen. Pausen gehören dazu und geben Raum zum Reflektieren.

Ein Notizbuch oder das Smartphone können hilfreich sein, um Gedanken, Lieblingswerke oder Inspirationen festzuhalten. Oft entstehen aus solchen kleinen Notizen später neue Ideen oder Gespräche.

Warum gerade der 10. Januar 2026 ein guter Moment ist

Der Jahresanfang ist eine Zeit der Vorsätze, der neuen Pläne und der frischen Energie. Der Winterrundgang fügt sich perfekt in diese Stimmung ein. Er lädt dazu ein, den eigenen Horizont zu erweitern, neue Impulse aufzunehmen und das Jahr mit einem positiven, kreativen Erlebnis zu beginnen.

Statt den Samstag zu Hause zu verbringen oder den Winterblues zu pflegen, bietet sich hier eine wunderbare Gelegenheit, aktiv zu werden und sich inspirieren zu lassen. Der 10.01.2026 kann zu einem Tag werden, an den man sich gerne erinnert – als Moment der Offenheit, der Neugier und der Begegnung.Der Jahresanfang ist eine Zeit der Vorsätze, der neuen Pläne und der frischen Energie. Der Winterrundgang fügt sich perfekt in diese Stimmung ein. Er lädt dazu ein, den eigenen Horizont zu erweitern, neue Impulse aufzunehmen und das Jahr mit einem positiven, kreativen Erlebnis zu beginnen.

Statt den Samstag zu Hause zu verbringen oder den Winterblues zu pflegen, bietet sich hier eine wunderbare Gelegenheit, aktiv zu werden und sich inspirieren zu lassen. Der 10.01.2026 kann zu einem Tag werden, an den man sich gerne erinnert – als Moment der Offenheit, der Neugier und der Begegnung.

Ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte

Der Winterrundgang 2026 in den Galerien der Leipziger Spinnerei ist mehr als ein kulturelles Event. Er ist eine Einladung, sich auf Neues einzulassen, den eigenen Blick zu schärfen und Teil einer lebendigen Kunstszene zu sein. Die besondere Atmosphäre des Ortes, die Vielfalt der Ausstellungen und die Begegnungen mit anderen Menschen machen diesen Tag zu einem Erlebnis, das lange nachwirkt.

Wenn Sie Lust haben, dem Alltag für ein paar Stunden zu entfliehen, sich inspirieren zu lassen und Leipzig von einer kreativen Seite zu erleben, dann markieren Sie sich den 10. Januar 2026. Bringen Sie Neugier mit – und lassen Sie sich vom Winterrundgang überraschen. Vielleicht gehen Sie am Ende mit neuen Gedanken, neuen Eindrücken und einem Lächeln nach Hause.

Denn genau darum geht es: Kunst erleben, Menschen begegnen und den Winter mit Leben füllen.

Der Eintritt zum Winterrundgang ist kostenfrei.

Und wenn Sie noch mehr Lust auf Events in Leipzig haben, zum Beispiel auf eine Motorboot-Tour bei Glühwein, die Stadt ist immer eine Reise wert.

Fotos: Beate Paschke.